FDP Bezirksparteitag Rheinhessen-Vorderpfalz in Bacharach

1 Apr

 

v.l.n.r.
Franz Ringhoffer, Marion Berres, Conny Büttner, Christel Madest, Dirk Büttner (vorne), Marijke Stiehl, Walter Strutz, Hubertus Conrad, Wolfgang Lieschied, Jörg Berres 

Bacharach 1.04.2008. Mit einem Traumergebnis startet der Mainzer Wirtschaftsdezernent Franz Ringhoffer in seine dritte Amtsperiode als Vorsitzender des FDP-Bezirksbandes Rheinhessen-Vorderpfalz. Mit 99 %, bei einer Enthaltung, votierten die 80 Delegierten auf dem Parteitag der rheinhessischen Liberalen am vergangenen Samstag in der Bacharacher Mittelrheinhalle für den alten und neuen Vorsitzenden. In seiner Rede ging Ringhoffer vor allem auf die Bildungspolitik ein. Das Schulmodell der Landesregierung gleiche eher einem Kahlschlag als einer Fortentwicklung. Mit der Einführung der Realschule plus und der damit einhergehenden Abschaffung der Haupt- und Realschulen sowie der Dualen Oberschulen würden die Schulprobleme vieler Schülerinnen und Schüler nicht gelöst. „Bei dieser Schulreform hat man fatalerweise offensichtlich die Kinder und deren zukünftigen Lebenschancen übersehen“, so Ringhoffer. Entsprechende Anträge der vorderpfälzischen Kreisverbände Ludwigshafen und Frankenthal sowie des Kreisverbandes Mainz-Bingen, die eine Verhinderung der Einheitsschule fordern und sich für eine Stärkung der Berufsbildenden Schule aussprechen, wurden von den Delegierten einstimmig verabschiedet. Landesvorsitzender Rainer Brüderle, von den Delegierten als derzeit beliebtester Landespolitiker gefeiert, ging in seiner Rede auf die „vergessene Mitte“ ein. „Die FDP musssich verstärkt um die Menschen kümmern, die morgens aufstehen, zur Arbeit gehen, ihr Häuschen abbezahlen und ihre Kinder anständig erziehen“, so Brüderle. Diese Leute hätten keine Lobby und würden von der großen Koalition gnadenlos abgezockt. Die Bundesregierung müsse hier endlich für eine deutliche Reduzierung der Steuer- und Abgabenlast sorgen. Ein Antrag des Kreisverbandes Mainz, der sich mit dieser Thematik beschäftigte wurde einstimmig verabschiedet.  Die Bürgermeister der Stadt Bacharach, Dieter Kochskämper sowie der Verbandsgemeinde Franz-Josef Riediger gingen in ihren Grußworten auf die Herausforderungen am Mittelrhein ein. Der Bahnlärm dämpfe weiterhin eine bessere Entwicklung bei den Gästeübernachtungen, die Zuständigkeit zur Struktur- und Genehmigungsdirektion Nord sollte nicht vor Bacharach enden, sondern wegen der gemeinsamen Aufgaben auf das gesamte obere Mittelrheintal ausgedehnt werden und der demografische Wandel ist mit Bevölkerungsrückgängen in vielen Gemeinden am Rhein bereits in vollem Gange. Neue Chancen sehe man aber durch die internationale Präsentation des Mittelrheintales als Unesco Weltkulturerbe und vor allem die Landesgartenschau in Bingen, die der ganzen Region im Tourismus neuen Rückenwind verschaffen werde.  Der Kreisvorsitzende Jörg Berres dankte den Mitwirkenden aus dem FDP Verband Rhein-Nahe für die hervorragende Vorbereitung des Parteitages in der Mittelrheinhalle, die sich auch aus Sicht aller Delegierten als idealer Veranstaltungsort präsentierte. Ein besonderer Dank ging an das Bacharacher Veranstaltungstandem Dirk Büttner und Marijke Stiehl, die auch die Luminale federführend organisiert hatten.      

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