Rhein-Brücke Bingen: Anfrage der CDU provoziert formale Antwort

26 Sep

Waldalgesheim 26.09.2006. Die offizielle Antwort des Verkehrsministers Hendrik Hering auf die kleine Anfrage der CDU zur Haltung der Landesregierung zur Rheinbrücke Bingen-Rüdesheim überrascht Jörg Berres, den Vorsitzenden der Liberalen im Kreis nicht. Wer so fragt, wird die formale Antwort erhalten, dass für Kreisprojekte die kommunalen Gremien zuständig sind, so Berres. Das problematische an der Antwort sei, dass das von Staatssekretär Carsten Kühl Anfang September an Landrat Claus Schick offerierte Gesprächsangebot die Chancen für neue Lösungen nicht vergrößert habe. Der Stadtmarketingverein Bingen Unternehmen Zukunft überreichte dem Verkehrsstaatssekretär kürzlich 6.156 Unterschriften für die Brücke und gab damit den Anstoß für dieses Gespräch. Die FDP im Kreis und den Verbänden, die sich ebenfalls mit einer Resolutionen und Aktivitäten für die Rheinbrücke stark gemacht haben, erwarten dennoch von Landrat Claus Schick, das Gesprächsangebot des Ministeriums offensiv wahrzunehmen und mit dem Ministerium nach Lösungen zur Einleitung des Raumordnungsverfahrens zu suchen. Es gelte auch den Entscheidungen der gewählten Gremien im nördlichen Teil des Kreises Mainz-Bingen am Tor zum Unesco Welterbe „Oberers Mittelrheintal“ Rechnung zu tragen. Die Stadt Bingen und die Verbandsgemeinden Rhein-Nahe und Sprendlingen-Gensingen haben in ihren Räten die Rheinbrücke mehrheitlich befürwortet. Die Liberalen erwarten mindestens, dass die Realisierungsfähigkeit der Rheinbrücke ernsthaft und mit Engagement geprüft werde. Dieser Verantwortung könne sich keine Fraktion im Kreistag verschließen, die unter angemessener Berücksichtigung von Natur und Umwelt auch für die Zukunft unserer Wirtschaft und Arbeitsplätze und damit für das Wohl der Menschen verantwortlich zeichnet, betonte der FDP Vorsitzende im Kreis, Jörg Berres, abschließend. 

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