Prüfung der Hauptschule Petersackerhof als Kindertagesstätte für die Mittelrheingemeinden

28 Mai

Vor dem Hintergrund des demografischen Wandels und der Notwendigkeit, die Rahmenbedingungen für die Vereinbarkeit von Beruf und Familie weiter zu verbessern, besteht inzwischen ein breiter politischer Konsens, die Kindertagesstätten auch für die unter Dreijährigen deutlich auszubauen und eine Ganztagsbetreuung zu ermöglichen. Auch in Ferienzeiten besteht für berufstätige Eltern in der Regel ein Betreuungsbedarf.

 

 

 

Die freiwerdende Hauptschule Petersackerhof könnte – in sinnvoller Ergänzung zur vorhandenen Grundschule – als zentrale Kindertagesstätte für die Mittelrheingemeinden genutzt werden. Hiermit sind vielfältige Vorteile und Synergieeffekte verbunden, u. a. die Sicherstellung einer umfassenden Ganztagsbetreuung in modernen Räumlichkeiten mit umfangreichen Spiel- und Sportflächen, die verbesserte Förderung der Kinder, um späteren Lernproblemen vorzubeugen, der erleichterte Übergang in die benachbarte Grundschule und nicht zuletzt organisatorische, personelle und kostenmäßige Vorteile gegenüber mehreren dezentralen Lösungen.

 

In den Mittelrheingemeinden – Trechtingshausen, Niederheimbach/Oberheimbach, Oberdiebach/Manubach und Bacharach sind derzeit rd. 120 Kindergartenkinder in vergleichsweise älteren Gebäuden mit überwiegend wenig Freiflächen untergebracht. Teilweise wurden Räumlichkeiten in den Kindergärten in der Vergangenheit renoviert, anderenorts stehen aber auch noch Erweiterungen und Renovierungen an. In allen Kindertagesstätten sind i. d. R. Küchen, Schlafräume oder Wickelräume erforderlich, die in Petersackerhof nur einmal herzurichten wären bzw. bereits vorhanden sind. Für die Ortsgemeinden könnte die Bündelung der Kindertagesstätten zu einer dauerhaften Entlastung der Haushalte beitragen.

 

Die Schulkinder werden bereits heute aus allen Gemeinden zur Grund- und Hauptschule Petersackerhof gefahren. Dies kann ohne weitere Probleme auf die Kindertagesstättenkinder ausgeweitet werden, die teilweise schon heute auf den Bustransport angewiesen sind.

 

Auch aus Sicht der FDP dürften wohnortnahe Angebote für Kinder und Eltern oftmals die angenehmere Lösung. Es sind aber zunehmend weitere Gesichtspunkte und Anforderungen an Kindertagesstätten mit abzuwägen, um dauerhaft moderne, attraktive, leistungsfähige und noch bezahlbare Kindertagesstätten anbieten zu können.

Insbesondere für junge Familien in den Mittelrheintalgemeinden könnte eine zentrale und leistungsfähige Kindertagesstätte zu einer wichtigen Standortfrage werden.

 

Die Schaffung einer zentralen Kindertagesstätte am Standort Petersackerhof setzt die vertrauensvolle Zusammenarbeit der Verbandsgemeinde und der für Kindertagesstätten zuständigen Ortsgemeinden voraus. Rechtliche und finanzielle Angelegenheiten sind vertrauensvoll zu prüfen und zu klären. Wenn die Zielsetzung vom Grundsatz mitgetragen wird, sollte es jedoch möglich sein, zu einer gemeinsamen Lösung zu kommen.

 

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