FDP: Bürger in Rhein-Nahe haben eine Wahl

14 Okt

Weiler 01.10.2014: Die Bürgermeisterkandidaten Franz-Josef Riediger (SPD) und Karl Thorn (CDU) präsentierten ihr Programm und stellten sich den Fragen einer gut besuchten Versammlung auf Einladung der FDP Rhein-Nahe in Weiler. In der Verbandsgemeinde wird am 9. November 2014 der Bürgermeister für eine achtjährige Amtszeit neu gewählt.

Beide Kandidaten zeigten sich gut vorbereitet und engagiert. Riediger verwies rückblickend auf die gute Zusammenarbeit mit dem Rat. Vieles habe man in seiner Amtszeit trotz der schwierigen Haushaltslage und der hohen Verschuldung auf den Weg bringen können. Unter anderem betonte er die gelungene Anschlussnutzung der ehemaligen Hauptschule Petersackerhof, die Realisierung der Ganztagsschule in Weiler und die Stärkung der touristischen Infrastruktur. Die Diskussionen zu den neuen Abwasserentgelten mit rund 1000 Einsprüchen blieben unerwähnt, wurden aber im Gespräch mit seinem Mitbewerber Thorn aufgegriffen. Er räumte zu diesem Punkt Kommunikationsprobleme ein: „Die Hintergründe der Anpassungen hätten besser erklärt werden müssen.“

Karl Thorn, in der Verwaltung als sachlicher und kompetenter Ansprechpartner geschätzt, begründete seine Kandidatur damit, stärker für eine wirksame und nachhaltige Politik in der Verbandsgemeinde eintreten zu wollen. Es sei ihm dabei ein besonderes Anliegen, die Bürgerinnen und Bürger, aber auch die Beschäftigten in der Verwaltung vertrauensvoll und engagiert mitzunehmen. Wichtig sind ihm rückblickend, die umfangreichen Grundlagenarbeiten zur interkommunalen Zusammenarbeit auch umzusetzen, ob mit Bingen oder einer benachbarten Verbandsgemeinde. Letztendlich ermögliche die Zusammenarbeit mehr Bürgerservice, Haushaltseinsparungen und damit Spielräume für die neuen Herausforderungen, so Thorn.

Amtsinhaber Riediger betonte aus seinem Programm die Ziele leistungsfähige Strukturen für alle Generationen, mobile Bürgerdienste, Stärkung der Feuerwehren, die Unterstützung der Gemeinden zur Schaffung erneuerbarer Energien sowie die weitere Stärkung des Tourismus. Auf die Frage nach der Finanzierung der gesamten Aufgaben, verwies er auf eine weitere Schuldenrückführung im Rahmen der Möglichkeiten. Diskutiert wurden ferner die zunehmende Verunstaltung der Kulturlandschaft durch Windkraftanlagen und wer für oder gegen solche Anlagen auf dem Franzosenkopf sei. Riediger machte seine Zustimmung vom Einvernehmen mit den Planungsbehörden abhängig, während sein Mitbewerber Thorn Windkraftanlagen auf dem Franzosenkopf in Sichtachse zu Bacharach klar verneinte. Er befürchtet neben dem Bahnlärm weitere Belastungen für den Tourismus.

Herausforderer Thorn würde sich in seiner Amtszeit verstärkt den Herausforderungen des demographischen Wandels, der zunehmenden Wohnungsleerstände in den Gemeinden, der ganztägigen Einsatzfähigkeit der Feuerwehr sowie dem weiteren Schuldenabbau widmen. Im Bereich der Grundschulen sieht er den Bedarf für eine längerfristige Investitionsplanung, wo unter anderem die Ausstattung mit modernen Medien und Lernmitteln verbessert werden müsse.

FDP Verbandsvorsitzender Jörg Berres bedankte sich abschließend für eine intensive Diskussion und die Positionierung zu den verschiedenen Themen. Beiden Kandidaten dankte er für Ihr Engagement und verband dies mit dem Wunsch, dass möglichst viele Bürgerinnen und Bürger am den 09. November 2014 mit der Wahl des Bürgermeister die Zukunft in dieser Verbandsgemeinde mitgestalten.

 

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