Auch der Ohligsberg verändert sein Gesicht

23 Okt

Waldalgesheim 22.10.2014: Auf dem Gebiet der Verbandsgemeinde Rhein-Nahe stehen jetzt Windkraftanlagen im Bereich des Ohligsbergs, die das Landschaftsbild und den Blick vom Aussichtspunkt in Richtung des Mittelrheintales nachhaltig beeinträchtigen, kommentiert die FDP Rhein-Nahe. An diesem Standort werden weitere Anlagen auf der Gemarkung der Ortsgemeinden Oberdiebach und Weiler bei Bingen folgen. Die FDP hatte den Windkraftplänen im Verbandsgemeinderat widersprochen, da der von den Ratsmitgliedern verfolgte Zweck, die Finanzsituation der Kommunen aufzubessern, dieses Mittel nicht rechtfertigt. Für Oberdiebach bedeutet dies jährliche Pachteinnahmen von 45 000 Euro je Anlage. Gesamtwirtschaftlich und energiepolitisch seien die Anlagen inzwischen umstritten, nicht zuletzt weil zu viel Strom produziert würde und gleichzeitig alle Stromverbraucher die Dauersubventionen an die Anlagenbetreiber bezahlen müssten. Liberale forderten daher schon länger mehr Wettbewerb in der Energiepolitik und keine planwirtschaftlichen Vorgaben bestimmter Anlageformen zu Lasten der Steuerzahler oder Verbraucher. Für die FDP Rhein-Nahe kam aber noch ein weiterer Ablehnungsgrund hinzu: „Die Betriebe und Bürger im Mittelrheintal leben maßgeblich vom Tourismus und aus diesem Grund müssen die Höhenlagen und das Landschaftsbild frei von Windkraftanlagen bleiben, betonte der FDP Vorsitzende Jörg Berres. Der Blick in den Hunsrück mit „Windkraftwäldern“ bestätige sehr eindrucksvoll, dass diese Form der kommunalisierten Energiepolitik zur schnellen Aufbesserung der Gemeindeeinnahmen nicht der richtige Weg sein kann. Andere Bundesländer fänden offenbar andere Wege, ihre Kommunen mit mehr Finanzmitteln auszustatten, denn Windkraftanlagen seien in dieser Ansammlung nur in Rheinland-Pfalz zu finden, so Berres abschließend.

 

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